Niemand flieht ohne Grund

Zum ersten Mal seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat die Zahl der Flüchtlinge weltweit 50 Millionen überschritten. Die Fluchtursachen sind vielfältig: Kriege und Konflikte, Umweltzerstörung oder der Verlust der Lebensgrundlagen.

Das Themenheft "Niemand flieht ohne Grund" widmet sich diesem Thema aus verschiedenen Perspektiven: Warum verlassen Menschen ihre Heimat, welche Fluchtwege werden zurückgelegt und unter welchen Bedingungen? Wer profitiert von den Geschäften mit der Flucht? Und welche Antworten hat die Politik? Immer wieder sterben Menschen, weil sie gefährliche Routen nach Europa über das Mittelmeer nutzen. Europa indes schottet sich ab, militarisiert seine Grenzen. Was sind die Anforderungen an eine humane Flüchtlingspolitik?

aus dem Inhalt

 

Über 50 Millionen sind auf der Flucht

Die Ursachen sind Armut, Verfolgung und Krieg.
Von Kirsten Maas-Albert

Auf der Flucht im eigenen Land
Mehr als sechs Millionen Syrerinnen und Syrer suchen einen sicheren Ort.
Von Bente Scheller

 

"Es ist doch schön in den USA, oder?"
Erick ist 13 Jahre alt und will ins Land seiner Träume – über Mexiko, eine der gefährlichsten Strecken der Welt.
Von Kathrin Zeiske

 

Wenn die Seele aufgibt
Das kleine Land Libanon hat über 1,2 Millionen Syrer/innen aufgenommen. Viele der Flüchtlinge sind schwer traumatisiert.
Von Mouhammad Ebrahem

Am Ende der Nacht
Die Nachrichten über die Folterungen auf der Sinai-Halbinsel wurden mit Entsetzen aufgenommen. Was hat sich seither bewegt?
Von Michael Obert

Bis an die Zäune bewaffnet
Militarisierung der Grenzen: Tausende sind auf dem Weg in ein vermeintlich sicheres Land gestorben.
Von Stefanie Sifft und Kathrin Zeiske

 

Die Menschenfalle
Die Klingendrahtrollen um die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla sind zum Symbol für die hässliche Seite Europas geworden.
Von Christian Jakob

 

Blumenkränze statt Rettungsringe
Die Operation "Mare Nostrum", die seit dem Unglück vor Lampedusa viele Menschen rettete, wird Ende 2014 eingestellt.
Von Kirsten Maas-Albert

 

"Wir müssen Würde messbar machen"
Der sächsische Ausländerbeauftragte Martin Gillo hat einen TÜV für Asylbewerberheime entwickelt.
Interview von Vanessa Schleswig

Klar, einfach und widerspruchsfrei
Welche Geschichten Flüchtlinge erzählen müssen, um von Ämtern und der Mediengesellschaft gehört zu werden.
Von Charlotte Wiedemann

 

Ein Europa ohne Humanität ist kein Europa
Ein Kommentar von Heribert Prantl

 

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