Das Wunder von Frankfurt/Oder

"Frankfurt ist kein gutes Pflaster mehr für Nazis und Rechtspopulisten"

Assemacher
Assemacher

Die beiden brandenburgischen Städte Frankfurt und Cottbus liegen nur 90 Kilometer auseinander. Doch für viele liegen Welten dazwischen. So sieht es auch der Schriftsteller und Journalist Christian Bangel, der vor 38 Jahren in Frankfurt an der Oder geboren wurde und wie fast alle seines Jahrgangs nach dem Abitur die Stadt verlassen hat. Von den rund 88.000 Einwohnern vor der Wende sind gerade einmal 60.000 geblieben.

Jetzt ist Bangel zurückgekehrt – für eine Reportage in der Serie „Heimatreporter“ der ZEIT. Sofort fällt ihm auf, dass etwas fehlt im Straßenbild: „Es gibt heute fast keine Nazis mehr in Frankfurt.“ Wie es dazu gekommen ist, lässt er sich auch vom parteilosen, eher konservativen Bürgermeister Martin Wilke erklären.

Es ist gerade Wahlkampf in der Stadt, fünf Kandidaten kämpfen um das Bürgermeisteramt, darunter die beiden Wilkes: Amtsinhaber Martin (60) und der 33-jährige René von den Linken. Am 18. März gewinnt der junge Wilke mit 62,5 Prozent der Wählerstimmen. „Was wäre eigentlich“, fragt Christian Bangel, „wenn es im Osten mehr Städte wie Frankfurt gäbe?“

Video: René Wilke - Porträt eines Politikers
ZEIT-Beitrag vom 17. März 2018

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