#meindeinunserleben

Schüler entdecken sich selbst und andere

Wer bin ich? Was macht mich einzigartig? Was gehört zu meinem Leben alles dazu? Was unterscheidet mich von anderen und was verbindet uns? Mit diesen Fragen haben sich zwölf Schülerinnen und Schüler der Gottlieb-Daimler-Oberschule in Ludwigsfelde im Rahmen einer Projektwoche beschäftigt.

Unter der Leitung von Stephanie Günther, Bildungsreferentin des Diakonischen Werkes Teltow-Fläming e.V., wurde gesprochen, geschrieben, gestaltet, genäht und auch mal gestritten. Der Titel des Projektes ist gezielt gewählt. Ein Großteil der Kommunikation unter Kindern und Jugendlichen findet heute in den sozialen Medien statt. Der Hashtag (#) ist ein Symbol dieser Kultur.

Der Titel verrät bereits, worum es im Projekt geht: Es geht darum, zwischen MEINem und DEINem Leben Unterschiede zu entdecken, Verbindendes in UNSERem Leben zu erfahren und gemeinsam etwas zu ERLEBEN: eigene Interessen und Wünsche ergründen, Grenzen ausloten, seinen Standpunkt anderen verständlich machen, Teil einer Gruppe sein und Verantwortung für ein gemeinsames Projekt übernehmen.

Der erste Projekttag stand unter dem Titel „Das bin ich“. Mit Selfies präsentierten die Jugendlichen sich selbst und erfuhren dabei auch, wie sie von ihren Mitschülerinnen und Schülern wahrgenommen werden.

„Pack dein Handy weg!“, „Du brauchst genug Schlaf!“, „Mach was für deine Zukunft!“. Jugendliche bekommen ständig Ratschläge, sei es von den eigenen Eltern, von Lehrern, Verkäufern oder  Busfahrern. Sich darüber klar zu werden, welche Interessen diejenigen verfolgen, die einem Ratschläge erteilen, auch sich darüber klar zu werden, ob der Ratschlag hilfreich oder einfach nur nervig ist, darum ging es bei der „Hitliste der nervigsten und gutgemeinten Ratschläge“, die am zweiten Projekttag erstellt wurde.

Ein Höhepunkt der Projektwoche war die Exkursion in das Atelier Farbknall der Potsdamer Künstlerin Steffi Ribbe am dritten Projekttag. Unter ihrer Anleitung konnten die Schülerinnen und Schüler Puppen nähen und sich so auf künstlerische Art und Weise mit dem Thema Identität beschäftigen. Und die Ergebnisse konnten sich sehen lassen.

Zum Abschluss der Projektwoche organisierten die Jugendlichen eine Ausstellung. Hierfür gestalteten sie ihren Raum mit individuellen und gemeinsamen Arbeitsergebnissen. Dabei mussten sie sich mit der Frage beschäftigen, was sie bereit sind öffentlich zu zeigen und was sie lieber für sich behalten möchten. In Zeiten digitaler Kommunikation in sozialen Netzwerken mit ihren offenen Grenzen zwischen privat und öffentlich ist das sicher eine wichtige Frage.

Auch Organisationstalent war gefragt: Wer führt die Besucherinnen und Besucher durch die Ausstellung? Soll Hintergrundmusik laufen und wenn ja, welche? Wie machen wir das, was uns alle verbindet, sichtbar? Es entstand eine bunte Ausstellung mit Thementischen, auf denen die Projektergebnisse präsentiert wurden.

Das von der Partnerschaft für Demokratie Teltow-Fläming im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" geförderte Projekt wird im November und Dezember auch mit Schülerinnen und Schülern der Goetheoberschule in Trebbin durchgeführt. (Projektbericht: Stephanie Günther)

Zurück