Teltow-Fläming: Praktiker der Integrationsarbeit in den USA

25 Fachleute aus der Integrationsarbeit werden elf Tage lang in den USA die Arbeit von Kommunen, Kreisen und zivilgesellschaftlichen Organisationen kennenlernen und sich mit Migrationsexperten austauschen. Die deutsche Delegation, darunter fünf Teilnehmer aus Teltow-Fläming, wird am 28. April zunächst nach Washington reisen, wo eine allgemeine Einführung in die US-Migrationspolitik auf dem Programm steht. Danach werden die Teilnehmer in kleinen Gruppen Partner in den Städten Boston, Charlotte, Anchorage und im Kreis Montgomery im Bundesstaat Maryland besuchen.

Das Programm, das mit einer gemeinsamen Konferenz in Anchorage/Alaska endet, richtet sich vor allem an Praktiker der Flüchtlings- und Integrationsarbeit aus den USA und Deutschland. An den verschiedenen Reisestationen wird es um Fragen der Unterbringung von Zuwanderern und Flüchtlingen, um Themen wie Schule und Arbeitsplatz gehen sowie um die Betreuung von schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen. Auf der Tagesordnung steht zudem die Frage, wie private Institutionen ihre Tätigkeit stärker mit öffentlichen Stellen koordinieren können.

Das Programm mit dem Namen „Welcoming Communities Transatlantic Exchange“ (WCTE) liegt in den Händen der vor 55 Jahren gegründeten Organisation Cultural Vistas, die in New York und Washington ansässig ist und auch ein Büro in Berlin unterhält. Die regierungsunabhängige Organisation verwirklicht jährlich zahlreiche internationale Austauschprogramme mit dem Ziel, zu gegenseitigem Lernen beizutragen, zivilgesellschaftliches Engagement zu fördern und berufliche Fortbildung zu vermitteln.

Die Delegation aus Teltow-Fläming: Christiane Witt, Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte; Gerd Herpay , Jugendamt TF, Teamleiter Betreuung unbegleiteter minderjähriger Ausländer; Mechthild Falk, Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde St. Nikolai Jüterbog; Annette Braemer-Wittke, Koordinierungs- und Fachstelle „Demokratie leben“ DEMOS; Peter Limpächer, Jobcenter TF/Bundesagentur für Arbeit TF. (von links)

 

 

 

Um das diesjährige Programm hatten sich 19 Gemeinden aus Deutschland und den USA beworben. Im Anschluss an die Reise ist geplant, dass die Teilnehmer aus den deutschen Städten und Gemeinden Aktionspläne entwerfen, nicht zuletzt um untereinander die fachliche Kommunikation zu stärken.

Ziel ist, eine Willkommenskultur in der Öffentlichkeit zu vertreten, Verständnis und Kontakte zwischen Neuankommenden und den aufnehmenden Gemeinden zu schaffen. In dem Austausch der Fachleute soll zudem ermittelt werden, welche Erfahrungen der jeweiligen Partner für die Praxis im eigenen Land nützlich sein kann. Ein Gegenbesuch der US-Partner wird für November erwartet. Zum Ende des seit 2016 stattfindenden Programms wird im November dieses Jahres in Berlin eine Konferenz stattfinden, zu der alle Teilnehmer der vergangenen Jahre eingeladen sein werden.

 

 

Die Träger
Das Austauschprogramm des Jahres 2018 wird unterstützt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, vom US-Außenministerium, der Robert Bosch Stiftung, der Heinrich Böll Stiftung und der BMW-Gruppe

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