Alte Bilder - neue Feindschaft

Antisemitismus heute

Antisemitismus wurde in der deutschen Debatte lange Zeit vorrangig im Kontext der NS-Vergangenheit diskutiert. Doch halten sich antisemitische Einstellungen hartnäckig.


Israelkritik, vor allem in Verbindung mit dem Nahostkonflikt, wird oft als Deckmantel für offenen Antisemitismus verwendet. Es gibt Anschläge auf Synagogen, und viele jüdische Einrichtungen stehen unter Polizeischutz. Auch tritt Antisemitismus als scheinbar neue Herausforderung auf, wenn antisemitische Einstellungen pauschal bei Migrant/innen oder Geflüchteten aus muslimischen Ländern verortet werden.

Besonders das Internet und die sozialen Medien schaffen zudem einen neuen Resonanzraum für alte Vorurteile und Verschwörungstheorien. Mit der Historikerin Juliane Wetzel sprechen wir über Kontinuitäten und Entwicklungen der Konstruktion des Juden im Antisemitismus. Woher kommt der Hass auf Juden? Wie steht es um antisemitische Einstellungen in der „Mitte“ der Gesellschaft und wie nehmen Betroffene den aktuellen Antisemitismus wahr? Welche zivilgesellschaftlichen Möglichkeiten bestehen zur Bekämpfung und Prävention von Antisemitismus?

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Lokalen Aktionsplan des Landkreises Teltow-Fläming statt.

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung (anmeldung@boell-brandenburg.de) wird zu Planungszwecken gebeten.

Kontakt:
Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg e.V.
Tel.: 0331 20057816
Birte Kaspers
kaspers@boell-brandenburg.de
www.boell-brandenburg.de

Juliane Wetzel ist promovierte Historikerin und Mitarbeiterin des Zentrum für Antisemitismus an der TU Berlin. Sie ist Mitglied des Zweiten Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus.

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