Antisemitismus lässt sich bekämpfen

Abschieben lässt er sich nicht.

In Debatten über Antisemitismus gibt es oft eine doppelte Verharmlosung, meint die Kulturwissenschaftlerin Sina Arnold. Eine Verharmlosung von Rechts wie von Links. Während sich die einen wie der CDU-Politiker Jens Spahn nur einen zum Beispiel von Flüchtlingen „importierten Antisemitismus“ vorstellen wollen, ignorieren die anderen an israelkritischen Positionen deren antisemitischen Anteile.

„Je schneller wir den aktuellen Antisemitismus in Deutschland als den unsrigen anerkennen, egal, von wem er ausgeht, desto wirkungsvoller kann dagegen vorgegangen werden“, schreibt Sina Arnold in der Zeitschrift F.A.Z. Quarterly.

Sina Arnold ist wissenschaftliche Geschäftsführerin der Abteilung "Integration, soziale Netzwerke und kulturelle Lebensstile" an der Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft und in sozialen Bewegungen, vergleichende Vorurteils- und Rassismusforschung, Geschichte der Linken in den USA sowie Flucht und digitale Medien.

 

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