Corona und die Lage in Wohnheimen für Gefüchtete

Geflüchtete Menschen haben zu Corona-Zeiten noch stärker mit Ausgrenzung zu kämpfen als zuvor. Darauf weist die Antidiskriminierungsberatung Brandenburg (ADB) in ihren Juli-Nachrichten hin. Die Wohnverhältnisse in manchen Unterkünften mache es den Bewohnern häufig unmöglich, Abstandsregeln und Hygienevorschriften zu beachten.

Daher liege auch die Zahl der Infektionen in den Wohnheimen besonders hoch - verglichen mit den für das gesamte Bundesland Brandenburg gemeldeten Fällen. Die Antidiskriminierungsberatung der Opferperspektive in Potsdam berät Betroffene von rassistischer Diskriminierung.

Wissenschaftler der Universität Bielefeld haben sich kürzlich in einer Studie dem Thema "Covid-19 in Flüchtlingsunterkünften" gewidmet und gefordert, den Öffentlichen Gesundheitsdienst personell und materiell zu stärken. Die Pandemieplanung von Bund und Ländern müsse das Gesundheitsmanagement in Flüchtlingsunterkünften dringend mit einbeziehen.


weitere Informationen:
Bundesinitiative Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften

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