Das Gesundheitshaus Baruth stellt sich vor

Zu einem Gesundheitsfest rund um das Alte Schloss lädt das Baruther Frauennetzwerk zum 29. August ein. Mit der Veranstaltung will die Initiative ihr Konzept für das geplante Gesundheitshaus vorstellen. Netzwerk-Leiterin Petra Liesenfeld: „Es soll Schul- und Komplementärmedizin miteinander verbinden, und wir konnten für unser Projekt zwei  Ärztinnen und einen Arzt gewinnen, die hier zu uns nach Baruth kommen werden.“

Wie in vielen ländlichen Gemeinden ist die medizinische Grundversorgung in Baruth angespannt, da ortsansässige Mediziner und Ärztinnen im Pensionsalter nur schwer Nachfolger finden. Hier soll das seit zwei Jahren geplante Gesundheitshaus Abhilfe schaffen. Vorbild für das Projekt ist das erfolgreich tätige Gesundheitshaus im mecklenburgischen Mirow. Von dort stammt auch die Idee, das Konzept um eine gastronomische Komponente zu erweitern und einen Hotelbetrieb anzuschließen.

Dem ambitionierten Projekt entspricht ein ebenso ambitioniertes Programm, das die Besucher am 29. August in Baruth erwartet. Zunächst wird Bürgermeister Peter Ilk mit weiteren Beteiligten über den Stand der Entwicklung zum Gesundheitshaus berichten. Dann wird auch zu erfahren sein, ob die entsprechenden Bundes- und Landesgesetze das Konzept des Gesundheitshauses nicht doch noch in weitere Ferne rücken könnten, zumal auch die Kassenärztliche Vereinigung Berlin-Brandenburg ein Wort mitzureden hat.

Der Landkreis Teltow-Fläming unterstützt die Stadt Baruth in ihrem Bemühen um das Gesundheitshaus und sieht darin eine Chance, dass der Kreis gemeinsam mit Baruth eine Vorreiterrolle mit dem Modellprojekt einnehmen könnte. Auch dem benachbarten Amt Dahme liegt die Baruther Initiative sehr am Herzen, denn mit dem geplanten Gesundheitshaus könnte auch dem Ärztemangel im Ort entgegengewirkt werden.

Mit der Projektidee des Gesundheitshauses leisten die Initiatoren einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Debatte um die „medizinische Versorgung von morgen.“ Dazu diente auch der sogenannte Innovations Salon des Leipniz-Instituts für Raumbezogene Sozialforschung im Februar dieses Jahres zum Thema „Baruth und das Gesundheitshaus“, bei dem es um den Austausch von Wissenschaftseinrichtungen und der praktischen Erfahrung in den Regionen ging.

Wie breit das Gesundheitsfest in Baruth angelegt ist, um möglichst vielen interessierten Menschen Einblicke zu gewähren, zeigt die Liste der angekündigten Programmpunkte. Musik und Kosmetik stehen da neben dem Thema Demenz und häusliche Pflege; Kaffee, Kuchen und Imbiss neben meditativem Waldbaden, Glückssuche mit Positiver Psychologie und dem heilsversprechenden Angebot „Finde in deine Strahlkraft“.

Zum Programm des Gesundheitsfestes

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