Deutschland spricht

Menschen mit gemeinsamen Ansichten werden sich schnell verständigen. Das liegt in der Natur der Sache. Menschen, die gegensätzliche Meinungen vertreten, haben es da schon schwerer miteinander. Das will trainiert werden.

 

Zehn deutsche Medien, darunter der Berliner Tagesspiegel, die Süddeutsche Zeitung und die ARD-Tagesschau beteiligen sich an einer bundesweiten Aktion, zwei Gesprächspartner mit unterschiedlichen Ansichten zu einem Thema an einen Tisch und miteinander ins Gespräch zu bringen.

Dahinter steckt die Idee, Begegnungen von jeweils zwei Menschen aus einer Region in friedlicher und offener Atmosphäre zu schaffen, in der es möglich ist, gegensätzliche Meinungen anzuhören, zu tolerieren und mit Argumenten zu streiten.

 

Die Idee zu „Deutschland spricht“ hatte im vergangenen Jahr die Internet-Plattform „Zeit Online“, die im Juni 2018 dafür mit dem Grimme Online Award, der wichtigsten deutschen Auszeichnung für Internet-Publizistik, bedacht worden ist. Bislang haben bundesweit bereits 600 Gesprächspartner miteinander diskutiert.

Der organisierte Austausch geht nun in die zweite Runde. Diesmal hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Schirmherrschaft übernommen, und die Organisatoren hoffen, dass sich noch mehr Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft melden um mitzumachen. Wie das möglich ist, erklärt die Zeit mit einem Video und der Tagesspiegel mit Worten. Am 23. September soll die nächste Diskussionsrunde stattfinden. Dann treffen die Kontrahenten an einem gemeinsamen Ort zusammen und starten ihren Disput.

 

Nicht nur in Deutschland finden solche von Medien vermittelten Gespräche statt. Unter der Plattform „My Country Talks“  sind solche Aktionen in den kommenden Monaten auch in der Schweiz, in Norwegen, Österreich und Dänemark geplant. Darüber hinaus haben Medienhäuser in rund 30 weiteren Regionen von Alaska bis Australien Interesse bekundet mitzumachen.

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