Einfache Erklärungen für eine komplizierte Welt

Verschwörungstheorien

 

Sie sind nicht neu – seit vielen hundert Jahren gibt es Verschwörungstheorien. Schon immer boten sie einfache Antworten auf schwer verständliche Krisen, Umbrüche und Katastrophen. Auch heute, da naturwissenschaftliche Erklärungen so manches Unverständnis beseitigen könnten, verbreiten sie sich rasant.

Mit Argumenten ist ihren Anhängern nur schwer beizukommen, heißt es dazu im Dossier „Wahre Welle“, das die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) im Juli veröffentlicht hat . Warum Verschwörungstheorien nicht beizukommen ist, ist eine der Fragen, die hier beantwortet werden.

Warum zum Beispiel glauben Menschen an die Macht von Chemtrails, an eine gezielt gesteuerte Einwanderung von Muslimen oder an eine jüdische Weltverschwörung? In sieben Themenkomplexen untersucht das bpb-Dossier die besonders häufig in rechtsextremen Milieus verbreiteten Verschwörungstheorien.

Dass Populismus und Verschwörungstheorien strukturelle Ähnlichkeiten aufweisen, belegt auch der Amerikanist Michael Butter, der an der Tübinger Universität ein Forschungsprojekt über dieses Thema leitet und gerade das Buch „Nichts ist, wie es scheint. Über Verschwörungstheorien“  veröffentlicht hat.

In einem Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung stellt Butter fest, zwar seien Verschwörungstheorien weiterhin verbreitet, ihnen sei jedoch vielfach die gesellschaftliche Akzeptanz entzogen.

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