Erinnerungen aus Syrien prägen die Ankunft in Deutschland

Über 800.000 Personen sind in den vergangenen zehn Jahren aus ihrer Heimat Syrien nach Deutschland geflohen. Hier werden sie als Geflüchtete wahrgenommen, die sich zurechtfinden, Deutsch lernen und an eine neue Umgebung anpassen müssen.

Ihr früheres Leben in Syrien, ihr Alltag damals bleibt unterdessen für die meisten Deutschen unsichtbar. Das will jetzt eine Ausstellung ändern und vor allem die Frage beantworten, auf welche Weise die in Syrien gemachten Erfahrungen der Flüchtlinge nach ihrer Ankunft in Deutschland weiterleben.

Die virtuelle Ausstellung „Anfänge und Erinnerungen – Verbindungen und Begegnungen zwischen Syrien und Deutschland“ und der dazugehörige Animationsfilm „Begegnungen zwischen Syrien und Deutschland: Ein Blickwechsel“ sind das Ergebnis eines dreijährigen Forschungsprojekts am Leibnitz-Zentrum Moderner Orient. Es hat, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und ins Bild gesetzt von 123comics Berlin, jene Alltagserfahrungen in Syrien und ihr „Weiterleben“ in Deutschland untersucht.

Die Ausstellung ist Teil des Projekts „Normalität und Krise: Die Erinnerung an den Alltag in Syrien als Chance für den Neuanfang in Deutschland“, das seit 2018 die Vorstellungen und Erwartungen syrischer Geflüchteter untesuchte. Darin ging man der Frage nach, welche Sichtweise Menschen von gesellschaftlicher Normalität mitbringen. Grundlage dazu bot die Dokumentation lebensgeschichtlicher Erzählungen von Flüchtlingen aus Syrien.

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