Filmarbeit heißt Zusammenarbeit

Erfahrungen beim zweiten Workshop in Nuthe-Urstromtal

 

Als im vergangenen Jahr ein Geist dem Dorfteich entstieg, bahnte sich  bereits das nächste Filmgeschehen an. 13 Kinder und Jugendliche aus Nuthe-Urstromtal haben sich dazu in der letzten Juliwoche im Dorfgemeinschaftshaus von Hennickendorf getroffen, um den Filmstoff weiterzuführen und dem gruseligen ersten Teil eine ebenso verzwickte Fortsetzung zu verpassen.

Der zweite Filmworkshop – „Von der Idee zum fertigen Film“ – des Jugendbüros der Gemeinde Nuthe-Urstromtal stand erneut unter der Leitung des Berliner Filmemachers und Medienpädagogen James Griffin. Das Jugendbüro, langjähriger Partner des Lokalen Aktionsplans Teltow-Fläming, bot die einwöchige Aktion gemeinsam mit der Volkshochschule Luckenwalde an.

Die überwiegende Mehrheit der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnte bereits auf die Erfahrung des ersten Workshops zurückgreifen, und es sieht so aus, als sei den jungen Leuten der Stoff noch längst nicht ausgegangen. Die ersten beiden Tage standen im Zeichen der zu entwickelnden Geschichte. „Der Fluch von Hennickendorf“ aus dem vergangenen Jahr hatte viele Möglichkeiten zur Fortsetzung geboten, und so wird der diesjährige zweite Teil den gleichen Titel behalten.

Die drückende Hitze an den Drehorten verlangte von den Schauspielern, der technischen Crew und allen anderen Beteiligten ganzen Einsatz und viele Trinkpausen. Gut auszuhalten war es dagegen im Kühlraum der örtlichen Landfleischerei, wo das Drehbuch ein Mordopfer - zwischen frischen Schweinehälften hängend – vorsah. Weitere Drehorte waren ein Baumhaus am Dorfrand und eine zum Gefängnis umgestaltete Scheune. Dass am letzten Drehtag der Blutmond am Himmel stand, kam der Geschichte am Rande ebenfalls zugute.

Für die Mädchen und Jungen waren die Drehtage in Hennickendorf nicht nur eine Einübung in kooperatives Handeln, die gemeinsame Arbeit an einem Filmstoff verlangte zudem auch, zuweilen von eigenen Vorschlägen Abstand zu nehmen und andere Ideen zu respektieren. Manch einer musste sich auch in lästiger Geduld üben. Dann etwa, wenn ein geänderter Drehplan den aufwändig geschminkten Schauspieler eine ganzen Tag lang schwitzen ließ und sein Einsatz erst am nächsten Tag kam.

Am letzten Tag der Woche war Premiere im Dorfgemeinschaftshaus, wozu die Teilnehmer eigens Plakate gemalt hatten, die Familie, Freunde und Förderer zu der Veranstaltung einluden. Es gab einen Vorgeschmack auf den fertigen Film, indem James Griffin ein paar Fragmente aus der Arbeit der zurückliegenden Tage präsentierte - ohne bereits zuviel über den Inhalt zu verraten. Während der Feinschnitt noch im Werden ist, konnten die Besucher der Premiere bereits in einem zusätzlichen Film einen Blick hinter die Kulissen der Produktion „Der Fluch von Hennickendorf – Teil 2“ werfen.

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