Flüchtlingshilfe eröffnet „Digitales Lernzentrum“

Die Idee geht schon auf frühe Pandemie-Zeiten zurück. Damals war deutlich geworden, dass viele Schulkinder Jüterbogs dem digitalen Unterricht zu Hause, zu dem die Corona-Einschränkungen gezwungen hatten, vielfach nicht folgen konnten.

Häufig fehlten in den Familien Computer oder Tablets, oder die Sprachkenntnisse der Kinder reichten noch nicht aus. Bei manchen traf beides zu. Für Werner Simonsmeier von der Flüchtlingshilfe Jüterbog stand fest: Die Kinder brauchen Hilfe.

Zunächst organisierte die Flüchtlings-Initiative ehrenamtliche Nachhilfe. Die Idee aber war, die Kinder zusätzlich mit der notwendigen digitalen Technik auszustatten und sie im Umgang damit fit zu machen.

Simonsmeier und seine Mitstreiter gründeten das Projekt „Digitales Lernzentrum“ (DLZ) und fanden bald Förderer. Das Johanniter-Seniorenzentrum stellte im recht zentral gelegenen Abtshof der Stadt Räume zur Verfügung. Mit Lotto-Mitteln wurden unter anderem Software, Internetzugang und Drucker finanziert. Das Deutsche Kinderhilfswerk ermöglichte die Anschaffung von drei Laptops und der Berliner Verein „Computertruhe“ schenkte dem DLZ zusätzlich vier gebrauchte und aufbereitete Geräte.

Fünf junge Leute, teils selbst noch Schüler, fanden sich bereit, als ehrenamtliche Betreuer mit den Kindern im Lernzentrum zu arbeiten. Schließlich konnte das Projekt am 9. Dezember eröffnet werden. Wenn alle Beteiligten erste Erfahrungen gesammelt haben, so der Plan, soll das Konzept sowohl stärker an die Bedürfnisse der Kinder als auch an die Anforderungen der Schulen angepasst werden.

Doch daraus wird vorläufig nichts: Die jüngsten Corona-Beschränkungen haben die Schülerhilfe bereits wieder gestoppt. So werden die jungen Schülerinnen und Schüler wohl bis zum nächsten Jahr warten müssen, um wieder an  Bildschirm und Tastatur zu sitzen.

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