Fridays for Future in Luckenwalde

Sie kamen mit dem Zug aus Berlin. Rund 150 Schüler und Schülerinnen, aber auch ältere Teilnehmer setzten ihre Protestaktion Fridays for Future am 19. Juli in Luckenwalde fort, nachdem sie in der Hauptstadt zusammen mit Greta Thunberg und rund 3.500 Mitstreiterinnen für Klimaschutz demonstriert hatten.

Organisiert wurde der Protestzug, der vom Luckenwalder Bahnhof durch die Stadt zum Kreishaus führte, von Tom Ritter. Der 18-Jährige war bei den Kommunalwahlen Ende Mai dieses Jahres für BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN in den Kreistag von Teltow-Fläming gewählt worden. Für die Luckenwalder Fridays-for-Future-Demonstration hatte er in einigen Geschäften mit Plakaten geworben, die teils mutwillig beschädigt worden seien, wie er dem Berliner „Tagesspiegel“ berichtete.

Vor dem Kreishaus wartete unter anderem Dietlind Biesterfeld, seit eineinhalb Jahren Beigeordnete des Landkreises und für die Umweltpolitik in Teltow-Fläming zuständig, auf die jungen Leute. Sie wies darauf hin, dass Landrätin Kornelia Wehlan auf Anregung der Fridays-for-Future-Bewegung in Erwägung ziehe, für den Landkreis den Klimanotstand auszurufen.

Wenn darüber noch in diesem Herbst in verschiedenen Kreis-Gremien diskutiert werde, so Biesterfeld, seien die Demonstrations-Teilnehmer dazu herzlich eingeladen.

Während der Sommerferien und mindestens bis zu den Landtagswahlen am 1. September will die Fridays-for-Future-Bewegung jede Woche in einer anderen Stadt Brandenburgs für ihre Ziele demonstrieren. Zudem ist geplant, während der ganzen letzten Woche vor der Wahl ein Protestcamp in Potsdam vor dem Landtag zu organisieren.


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