Friedensrundgang Jüterbog

Foto: Ruth Wagner

Mit einem Friedensrundgang haben Bürger der Stadt Jüterbog am 9. März der Opfer von Krieg und Terror gedacht. An jenem Tag hielt sich der AfD-Politiker Björn Höcke in Jüterbog auf, der kürzlich landesweit für Empörung mit seiner so genannten Dresdner Rede gesorgt hatte.

 

Der AfD-Fraktionsvorsitzende im Thüringer Landtag hatte damals im Blick auf das Holocaust-Mahnmal in Berlin gesagt, die Deutschen seien "das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat".

Aus diesem Grund wollte der Friedensrundgang "daran erinnern, dass Geschichtsvergessenheit und -umdeutung sowie 'Unsere Nation zuerst'-Rufe uns wieder in ein Zeitalter der Kriege auch in Mitteleuropa führen können", wie es in dem Aufruf zur Teilnahme hieß. Während des Rundgangs waren Denk- und Mahnmale in Jüterbog besucht worden, die an Krieg und Kriegsopfer erinnern.

Die Stationen des Friedensrundgangs:

• Weltkriegsdenkmal an der Nikolaikirche
• Nikolaikirchgasse in Erinnerung an den dreißigjährigen Krieg
• Marktplatz, Gedenkplatte am Rathaus für die in Konzentrationslagern Umgekommenen
• Mönchenstraße, Stolpersteine, die an jüdische Mitbürger erinnern
• Schillerstraße, Denkmal für die Opfer des Faschismus
• Galgenberg/Ecke Birkenweg, Franzosendenkmal (Ende des Rundgangs)

An den Stationen war jeweils die Bedeutung der Denkmale erläutert. Der Friedensrundgang lud alle Menschen in Jüterbog zur Teilnahme ein, denen die die Wahrung eines friedvollen Zusammenlebens, von Toleranz und Mitmenschlichkeit ein hohes Gut ist. Zahlreiche Lokalpolitiker, Vertreter der Kirche und weitere Bürger Jüterbogs unterstützten die Einladung.

 

siehe auch hier

Märkische Allgemeine Zeitung, 10. März 2017

Märkische Allgemeine Zeitung vom 10. März 2017 hier

 

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