Geschichte(n) von damals

Ok-Hee Jeong

Mitglieder des Autorenkollektivs "Daughters and Sons of Gastarbeiters" werden am 15. Juni im Kultur-Café klassMo in Luckenwalde autobiographische Geschichten lesen. Begleitet von Bild, Film und Musik lassen sie so ihre Familiengeschichte lebendig werden, die einmal in der Türkei, in Spanien, Italien, Griechenland oder anderswo ihren Anfang genommen hat.

Zu der Abendveranstaltung lädt das Büro für Chancengleichheit und die Partnerschaft für Demokratie Teltow-Fläming im Rahmen der Reihe "Landsalon" ein. Die erste Veranstaltung dieser Art fand vor wenigen Wochen mit dem Autor Jürgen Neffe im Baruther Schloss statt.

Seit drei Jahren treten die Autorinnen und Autoren von "Daughters and Sons of Gastarbeiters" zu Lesungen in ganz Deutschland auf. Ihr Anspruch ist, Alltag und Lebenswirklichkeit von zugewanderten Familien in den Mittelpunkt zu stellen, nicht zuletzt auch "um gängige Überfremdungsrhetoriken ins Leere laufen zu lassen".

Diese Autorinnen und Autoren werden am 15. Juni lesen:

Çiçek Bacik, 1972 in Almus/Tokat geboren, ist Co-Initiatorin und Leiterin der Daughters and Sons of Gastarbeiters. Sie studierte Neuere Deutsche Literatur und Französische Philologie an der Freien Universität Berlin und an der Sorbonne. 2012 promovierte sie an der Philipps Universität Marburg in Politik über türkische Fernsehsender in Deutschland. Sie ist Co-Herausgeberin und Autorin von „Intercity Istanbul Berlin“ (2010). Ihre Promotionsarbeit „Türkisches Fernsehen in Deutschland – Narrenfreiheit und mangelnde Medienaufsicht“ erschien 2014. Sie arbeitet in der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung in Berlin als Programmleiterin.
 
Ok-Hee Jeong, freie Journalistin und Filmemacherin in Berlin. 2016 hatte sie mit ihrem Dokumentarfilm „SEWOL” über die Eltern der Opfer der Sewol-Schiffskatastrophe in Deutschland Kinopremiere. Zurzeit arbeitet sie an einem Buch zum Thema Migration.

Ebru Taşdemir, 1973 geboren, freie Journalistin, studierte Publizistik und Turkologie an der FU Berlin und ist unter anderem die Erfinderin von “Hate Poetry”.

Zoran Terzić studierte Bildende Kunst in New York, bevor er am Lehrstuhl für nicht-normative Ästhetik in Wuppertal bei Bazon Brock promoviert wurde. Neben seiner Schreibtätigkeit tourt er auch als Jazzpianist. Jahrelang war er zudem für das Berliner Balkan Black Box Festival aktiv. Seine Monographie “Kunst des Nationalismus” (Berlin 2007) beschäftigt sich mit der Kultursemiotik des Krieges. Zoran Terzić lebt in Berlin.

 

Geschichte(n) von damals
Daughters and Sons of Gastarbeiters
15. Juni 2018, 19.00 Uhr
Kultur-Café klassMo
Potsdamer Straße 2
14943 Luckenwalde

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