Internationale Wochen gegen Rassismus 2018


Die diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus werden an vielen Orten in Deutschland vom 12. bis 25. März stattfinden. Die in Darmstadt ansässige Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus koordiniert die Veranstaltungsreihe, die durch Spenden und öffentliche Mittel getragen wird.

Seit fast 30 Jahren werden weltweit zur gleichen Zeit die „Wochen gegen Rassismus“ veranstaltet. Sie erinnern an das Massaker von Sharpeville, ein rassistisches Blutbad in Südafrika, bei dem am 21. März 1960 überwiegend weiße Polizisten 69 friedlich demonstrierende Schwarze erschossen und mindestens 180 verletzten.

Die Vereinten Nationen erhoben diesen Tag später zum „Internationalen Tag für die Beseitigung der Rassendiskriminierung“ und ermunterten schließlich 1979 in einem Beschluss der Generalversammlung alle Mitgliedsstaaten, sich alljährlich in Aktionswochen mit den Gegnern und Opfern von Rassismus zu solidarisieren.

In den Aktionen und Kampagnen wird der Begriff Rassismus beziehungsweise Anti-Rassismus verwendet, obgleich bekannt ist, dass er seit der Kolonialzeit zur Rechtfertigung von Unterdrückung und Diskriminierung verwendet wurde für Menschen, die nicht weißer Hautfarbe waren.

In wissenschaftlichem Sinne gibt es beim Homo sapiens weder Rassen noch sonstige Unterarten. Heute gilt Rassismus deshalb als persönliche und institutionelle Geringschätzung von Mitmenschen, die sozial, kulturell und/oder religiös anders sind oder einfach nur anders aussehen als Angehörige der Mehrheitsgesellschaft.

 

Dokumentation der Internationalen Wochen gege Rassismus 2017

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