Ludwigsfelde: 5. Tag für Toleranz

Gemeinsam mit dem traditionellen Brückenfest der Stadt Ludwigsfelde ist der 5. Tag für Toleranz des Landkreises Teltow-Fläming begangen worden. Am 8. September kamen Hunderte in den Hof des Klubhauses unweit des Rathauses und genossen Musik, fremde und heimische Speisen, Spiel und Spannung für die Kinder, saßen bei einem heißen oder kalten Getränk plaudernd beieinander.

Doch auch an einem Tag des friedlichen Miteinanders von Menschen aus nah, fern und weiter entfernt konnten die Ereignisse von Chemnitz nicht außen vor bleiben. Bürgermeister Andreas Igel unterstrich die Notwendigkeit und die Hoffnung, in Ludwigsfelde und anderswo rechte Aufmärsche mit fremdenfeindlichen Übergriffen verhindern zu können. Staatssekretär Martin Gorholt, Chef der Staatskanzlei in Potsdam, mahnte Weltoffenheit und kulturelle Offenheit an im Blick sowohl auf die Zuwanderung nach Deutschland als auch im Blick auf Hilfen für geflüchtete Menschen in anderen Teilen der Welt.

 

Derzeit leben Menschen aus 110 Nationen im Landkreis Teltow-Fläming, berichtete die Integrationsbeauftragte des Kreises,  Christiane Witt. Rund 25 Prozent der Einwohner könnten auf eine Migrationsgeschichte zurückblicken.

 

Der internationale „Tag der Toleranz“ war 1995 von der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur – UNESCO – ins Leben gerufen worden. Weltweit wird er seither am 16. November begangen in der Absicht, „Problembewusstsein in der Öffentlichkeit zu wecken und die Gefahren der Intoleranz deutlich zu machen“.

In der damals verabschiedeten „Erklärung von Prinzipien der Toleranz“ heißt es unter anderem, Toleranz sei der „Schlussstein, der die Menschenrechte, den Pluralismus (auch den kulturellen Pluralismus), die Demokratie und den Rechtsstaat zusammenhält“.

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