Neu: stopantisemitismus.de

Webseite bietet Aufklärung und Hilfestellung

„Erkennen Sie Antisemitismus im Alltag? Und wissen Sie, wie Sie reagieren könnten?“ Mit diesen beiden Fragen startete im Mai die Webseite „stopantisemitismus“. Wenn zum Beispiel der Ausdruck „Du Jude!“ über Schulhöfe, Fußballplätze oder andere Orte schallt, kennt er nur eine Bedeutung - als Schimpfwort. Oft ist denjenigen, die es benutzen, nicht einmal klar, dass es antisemitisch ist. Und Äußerungen wie „ich habe nichts gegen Juden, aber …“ entspringen fast immer tiefsitzenden Vorurteilen.

35 Zitate aus dem deutschen Alltag, die wiederholt verwendet werden und bewusst oder unbewusst antisemitische Untertöne haben - wie etwa die Behauptung, Juden zahlten in Deutschland keine Steuern, hat die neue Webseite aufgelistet, ihre geschichtlichen oder politischen Hintergründe analysiert und erläutert, aus welchen Gründen sie antisemitisch sind.

Die Betreiber der Webseiten geben als Ziel ihrer Initiative an, die Zivilgesellschaft für alltäglichen Antisemitismus zu sensibilisieren, zu informieren und vor allem dabei Hilfestellung zu bieten, den zitierten Äußerungen mit guten Argumenten zu begegnen.

Das Projekt „stopantisemitismus“ wurde im Mai 2018 von der Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius ins Leben gerufen und basiert auf einem Zusammenschluss von bundesweiten Initiativen und zahlreichen Einzelpersonen „mit langjähriger Erfahrung im Erkennen, Erforschen und Bekämpfen von Antisemitismus“.

Beteiligte Institutionen sind unter anderem die Technische Universität Berlin, die Bildungsstätte Anne Frank in Hessen, die Bundeszentrale für politische Bildung, der Zentralrat der Muslime in Deutschland und der Zentralrat der Juden in Deutschland.

 

Zur Webseite stopantisemitimsus.de

 

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