Austausch über Integrationsarbeit

Teltow-Fläming beim 3. transatlantischen Treffen der "Willkommensgemeinden"

Der Landkreis Teltow-Fläming wird gemeinsam mit vier weiteren Städten und Kreisen am diesjährigen transatlantischen Austausch von Gemeinden teilnehmen, die sich aktiv um die Integration von Flüchtlingen und Einwanderern bemühen. Das seit 2016 bestehende Programm bringt alljährlich Praktiker der Integrationsarbeit aus den USA und Deutschland zu fachlichem Austausch zusammen.

 

Ende April werden 25 Vertreter aus Verwaltung und Zivilgesellschaft zu einem zehntägigen Besuch von Partnerorganisationen in den Bundesstaaten Alaska, Massachusetts, Nord-Carolina und Maryland aufbrechen, die sich ebenfalls erfolgreich um den Austausch beworben haben.

Das Programm mit dem Titel Welcoming Communities Transatlantic Exchange liegt in den Händen der vor 55 Jahren gegründeten Organisation Cultural Vistas, die in New York und Washington ansässig ist und auch ein Büro in Berlin unterhält. Die regierungsunabhängige Organisation verwirklicht jährlich zahlreiche internationale Austauschprogramme mit dem Ziel, zu gegenseitigem Lernen beizutragen, zivilgesellschaftliches Engagement zu fördern und berufliche Fortbildung zu vermitteln. Um das diesjährige Programm hatten sich 19 Gemeinden aus Deutschland und den USA beworben.

 

Das Austauschprogramm wird zudem getragen von der Organisation Welcoming America in Georgia und dem Nordamerika-Büro der Heinrich Böll Stiftung.

Zudem sind auf deutscher Seite auch das Bundeswirtschaftsministerium, die Robert Bosch-Stiftung und die BMW Group an der Förderung beteiligt. Die Teilnehmer des diesjährigen Austauschs sind Fachleute in Integrationsfragen aus den Landkreisen Bautzen und Teltow Fläming, aus den beiden Großstädten Frankfurt am Main und Hamburg sowie aus der Sauerlandgemeinde Iserlohn.

Während des Aufenthaltes in den USA werden die Teilnehmer in Gemeinden der jeweiligen Bundesstaaten "einen Einblick erhalten in die Praxis, Neuankömmlinge willkommen zu heißen und zu integrieren" (Cultural Vistas).


Bei einem abschließenden mehrtägigen Seminar werden sie gemeinsam mit ihren Partnern aus den Städten Boston/Massachusetts, Charlotte/Nord-Carolina, Anchorage/Alaska und dem Kreis Montgomery/Maryland ihre Erfahrungen austauschen und neue Ansätze der Integrationspolitik diskutieren.

Nach Darstellung von Cultural Vistas verfolgt das Programm diese Ziele:

- eine Willkommens-Infrastruktur zu schaffen und zu stärken, die auch den Dialog zwischen Bewohnern
  und Ankommenden einschließt;
- gemeinsam neue Lösungen zu finden für die Herausforderungen, die aus dem unerwarteten Zuzug von
  Migranten/Flüchtlingen erwachsen;
- ein Netzwerk von Integrationsfachleuten in den USA und Deutschland zu schaffen, das gegenseitiges
  Lernen und gegenseitige Unterstützung ermöglicht;
- lokale Willkommensaktivitäten in Zeiten schwindender staatlicher Hilfen zu unterstützen.

Für November ist ein Besuch der US-Partner in Deutschland geplant. In Berlin soll eine Schlusskonferenz stattfinden, bei der die US-amerikanischen und deutschen Teilnehmer ihre Zusammenarbeit und ihren fachlichen Austausch vertiefen wollen. (US)

 

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Anna Oberle-Brill ist als Vizepräsidentin von Cultural Vistas für internationale Programme und Fellowships zuständig - so auch für den Austausch mit den deutschen Kreisen und Gemeinden in der Integrationsarbeit. Sie verfügt über eine 15-jährige Erfahrung auf dem Gebiet des kulturellen Austauschs, darunter fast ein Jahrzehnt als Senior Program Director im Austauschprogramm zwischen dem Deutschen Bundestag und dem US-Kongress für junge Berufstätige.


Sie hat im Jahr 2000 an der Freien Universität Berlin einen Masterabschluss in Geschichte, Politikwissenschaft und Nordamerikastudien erworben.

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Huffington Post zur Organisation Welcoming America
Erfahrungsbericht der deutschen Teilnehmer des Austauschprogramms 2017

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