Unmut über Pläne zum Familiennachzug

Die Beschränkungen für Flüchtlingen, enge Angehörige aus der Heimat nach Deutschland einreisen zu lassen, stoßen in Teltow-Fläming auf Skepsis. Nach einem Bericht der Märkischen Allgemeinen sehen die Verantwortlichen in der Flüchtlingsarbeit zusätzliche psychische Belastungen für die Geflüchteten, wenn ihnen ein Zusammenleben mit Partnern und Kindern verwehrt wird.

 

Der Bundestag verabschiedete gerade einen Gesetzentwurf, wonach künftig höchstens tausend Personen monatlich ihren Angehörigen nach Deutschland folgen dürfen.

Den Koordinatoren der Flüchtlingsarbeit ist es ein Rätsel, nach welchem Schlüssel demnächst entschieden wird, wer zu welchem Zeitpunkt Familienangehörige in Deutschland erwarten kann. Für viele Flüchtlinge sei es schwer zu ertragen, dass bisherige Bestimmungen nicht mehr gelten sollen, obwohl für sie alle Voraussetzungen zum Familiennachzug bestanden haben.

Christiane Witt, Integrationsbeauftragte des Landkreises Teltow-Fläming, hält die geplanten Beschränkungen für menschenunwürdig: "Die psychische Belastung dieser Menschen ist immens", stellte sie fest angesichts der getäuschten Erwartungen vieler Flüchtlinge auf ein Familienleben in Deutschland.



Familiennachzug

Nach der derzeitigen Regelung ist zu subsidiär Schutzberechtigten, deren Aufenthaltserlaubnis nach dem 17.03.2016 erteilt worden ist, bis zum 31. Juli 2018 der Familiennachzug nach dem Aufenthaltsgesetz nicht möglich.
Die Möglichkeiten einer Familienzusammenführung nach der Dublin III-Verordnung bleiben weiterhin unberührt.
Auch in besonderen Härtefällen ist eine humanitäre Aufnahme von Familienangehörigen nach wie vor möglich.
(Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge)

Zurück