Wanderausstellung: Opfer rechter Gewalt

Seit 2001 ist die Ausstellung "Opfer rechter Gewalt" mehrfach aktualisiert worden. Jetzt liegt die von der Beratungsinitiative Opferperspektive betreute Ausstellung in überarbeiteter Form vor und ist ab sofort ausleihbar. Die Wanderausstellung zeigt 183 Menschen, die zwischen 1990 und 2017 durch rechte Gewalttaten ums Leben gekommen sind.

Viele wurden getötet, weil für sie im Weltbild der extremen Rechten, von Rassisten und Menschenfeinden kein Platz ist; manche, weil sie den Mut hatten, Nazi-Parolen zu widersprechen. Einige Schicksale bewegten die Öffentlichkeit, viele wurden kaum zur Kenntnis genommen, vergessen sind die meisten.

Von vielen der Toten wurde nie ein Foto veröffentlicht, von manchen nicht einmal ihr Name. Die Ausstellung "Opfer rechter Gewalt seit 1990" ist eine Dokumentation wider das Verdrängen und Relativieren rechter Gewalt. Sie erinnert an diese Menschen und thematisiert zugleich die anhaltende Verdrängung rechter Gewalt.

Erstmals gezeigt wurde die Arbeit "Opfer rechter Gewalt" der Künstlerin Rebecca Forner im Jahr 2002 in der Berliner Gedenkstätte Topographie des Terrors. 2004 entstand in Zusammenarbeit mit der Opferperspektive die Wanderausstellung. Sie wurde seitdem mehrfach überarbeitet und liegt nunmehr in der siebten Fassung vor.

Zur Ausstellung gibt es zahlreiche Hintergrundinformationen und zugehörige Lernmaterialien für einen pädagogisch begleiteten Besuch. (Operperspektive)

 

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