WARonWALL

Fotoausstellung über den Krieg in Syrien

Auf 350 Metern der Berliner Mauer zeigt die Ausstellung WARonWALL die Zerstörung Syriens und das Leid seiner Menschen. Seit mehr als fünf Jahren wütet der Bürgerkrieg in Syrien: Über eine Million Menschen sind seither verletzt worden, rund eine Viertelmillion sind tot.

Ein Jahr lang porträtierte der international renommierte Fotograf Kai Wiedenhöfer im Rahmen des von der Heinrich-Böll-Stiftung Ramallah geförderten Buchprojektes „Forty out of one Million“ kriegsversehrte syrische Geflüchtete in Jordanien und im Libanon: Männer, Frauen und Kinder. Ganz unmittelbar spricht aus seinen Bildern die Gewalt, die für sie alles mit einem Mal verändert hat.

Sie sitzen im Rollstuhl, tragen Prothesen oder erlitten Verbrennungen. Ihre körperlichen Wunden kann man sehen, die seelischen nicht. Viele von ihnen haben Angehörige verloren: Mutter, Vater, Geschwister, Freunde. Fast alle ihr Zuhause. Trotzdem stellen die Porträts von Kai Wiedenhöfer einen Augenblick der Würde her. Schaut man den Menschen in die Augen, so sieht man Kraft und Stolz und nicht selten ein Lächeln.

Panoramabilder der zerstörten Stadt Kobane ergänzen die Porträts und zeigen die ganze Wucht der Zerstörung. Kai Wiedenhöfers schonungslose Bilder sind ein leidenschaftliches Plädoyer für den Frieden. Mit ihnen will er den Krieg in Syrien hierzulande erfahrbarer machen und die Aufmerksamkeit auf all jene lenken, die auf der ganzen Welt ihr Leben lang unter den Folgen moderner Kriege leiden. Kooperationspartnerin der Ausstellung ist die Gesellschaft für Humanistische Fotographie.

Ausstellung von 24. Juni bis 25. September 2016

Ort
West Side Gallery – der Spree zugewandte Seite der East Side Gallery
Mühlenstraße, Oberbaumbrücke, 10243 Berlin-Friedrichshain
Montags bis sonntags ganztägig - frei zugänglich

 

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