„Wir machen einen Film“

Medienprojekt startet unter Corona-Beschränkungen

Die Lockerung der Coronasperre gestattet manchen Demokratieprojekten, mit Einschränkungen Pläne wiederaufzunehmen und Vorhaben zu starten. Als eines der ersten findet in der ersten Julihälfte das aufgeschobene Medienprojekt „Wir machen einen Film“ statt, das wegen der immer noch geltenden Vorsichtsregeln unter besonderen Auflagen stattfindet. Glücklicherweise fand sich das im Nuthe-Urstromtaler Ortsteil Dobbrikow liegende Schullandheim „Haus am See“ bereit, 20 junge Filmschaffende mitsamt Ausstattung, Technik und dem obligaten Catering aufzunehmen. Die Ferienstätte für Kinder und Jugendliche verfügt über ausreichend Platz.

Im vergangenen Februar hatten die jungen Leute zwischen 9 und 16 Jahren in einem einwöchigen Ferienseminar im Kultur-Café klassMo in Luckenwalde bereits umfangreiche Vorarbeiten geleistet und ein erstes Drehbuch verfasst, das nun allerdings der strengeren Corona-Auflagen wegen überarbeitet werden muss. Allein das Thema steht fest, vorgegeben von der Kreisvolkshochschule Teltow-Fläming (VHS): Ein Umweltkrimi soll es werden, spannend und mit einem guten Ausgang für die gerechte Sache.

Die VHS ist gemeinsam mit dem Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt, dem Jugendbüro der Gemeinde Nuthe-Urstromtal und den Medienpädagogen des Vereins Young Images Träger der Veranstaltung. Erstmals zählt auch die Partnerschaft für Demokratie Teltow-Fläming zu den Förderern des Vorhabens. Immerhin hat sich Nuthe-Urstromtal als Austragungsort jugendlichen Filmschaffens unter Beweis gestellt, nachdem bei Filmprojekten in den Jahren 2017 bis 2019 der Ortsteil Hennickendorf mit zivilgesellschaftlicher Unterstützung durch den lokalen Ortsverein die Messlatte hoch gehängt hat.

Wie in den vergangenen Jahren liegt die medienpädaogische Verantwortung in den Händen des Young Images-Mitarbeiters James Griffin, dessen schwungvolle Präsenz ihm längst die Sympathien der Seminarjugendlichen verschafft hat. So hat sich eine Reihe junger Leute aus den zurückliegenden Seminaren erneut zur Teilnahme in Dobbrikow angemeldet. Elf Jungen und neun Mädchen werden diesmal dabei sein – zuständig für Schauspiel und Maske, Kamera und Ton, Ausstattung und Disziplin am Set.

Damit trotz Corona alles wie am Schnürchen klappt, werden mehrere Male am Tag Treffen der gesamten Gruppe im Freien vor dem Schullandheim stattfinden – ansonsten wird in kleinen Gruppen von je fünf Kindern an Einzelthemen gearbeitet. Einen Rohschnitt des auf 15 Minuten geplanten Films werden die Teilnehmer zum Seminarende im Luckenwalder klassMo begutachten – unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Unklar ist noch, ob die Schlussfassung vielleicht im Herbst im Kreishaus von Teltow-Fläming gezeigt wird.

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