Zusammenhalt in Zeiten von Corona

TF-Integrationsbeauftragte Christiane Witt im Gespräch mit Jens Bärmann

Ob in Familie oder Nachbarschaft, ob am Arbeitsplatz oder im Internet: Solidarität und Gemeinschaft haben in den vergangenen Monaten für viele eine neue Bedeutung gewonnen. Wie erleben Menschen in Luckenwalde Zusammenhalt während der Corona-Pandemie?

Dazu haben am 9. Juli Vertreterinnen des Diakonischen Werkes Teltow-Fläming, des Landkreises und des Stadtmarketing Luckenwalde das Gespräch mit Einwohnern und Einwohnerinnen auf dem Luckenwalder Wochenmarkt gesucht. Ebenfalls mit dabei: die Partnerschaft für Demokratie und das Jugendforum Teltow-Fläming.

Wie sind die Menschen bislang mit den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie umgegangen? Diese Frage stand im Mittelpunkt der fünfstündigen Aktion, an der auch die Initiative Stadtradeln ebenso teilnahm wie Dietlind Biesterfeld, Beigeordnete des Landkreises Teltow-Fläming.

Elisabeth Thiemann, Stadtmarketing e. V. (l.); Alina Kologriwaja, Jugendforum Teltow-Fläming

Manche Besucher und Besucherin der zahlreichen informationsstände berichteten, dass für sie in den zurückliegenden Wochen der Zusammenhalt innerhalb der Familie und der näheren Umgebung eine neue Bedeutung gewonnen habe. Aber nicht nur Solidarität und kreativen Austausch erlebten die Menschen.

Die auferlegten notwenigen Einschränkungen im täglichen Leben, besonders der fehlende Kontakt zu entfernter lebenden Angehörigen bedeuteten für viele eine starke Belastung, zuweilen Einsamkeit. Überraschend, wie häufig das Internet und andere digitale Kontaktmöglichkeiten als Entlastung genannt wurden.

Maria Hösel vom Diakonischen Werk Teltow-Fläming zeigte sich sichtlich angetan davon, wie unkompliziert die Zusammenarbeit der vielen beteiligten Institutionen bei der Vorbereitung der Aktion war. Dazu zählte auch die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit des Landkreises, deren Mitarbeiterin über die Kooperation Teltow-Flämings mit den Partnerkommunen Paderborn, Berlin Tempelhof-Schöneberg und Gniezno in Polen berichtete.

Werina Neumann, TF-Umweltamt, im Gespräch

Auch über die Klimapartnerschaft mit der Stadt Katima Mulilo in Namibia und die Lage der Corona-Pandemie dort gab es Informationen.

Wie sich die Bilder zuweilen ähneln: Während im Landkreis wie anderswo zahlreiche Gewerbetreibende über Umsatzeinbußen und Existenznot klagten, wehrten sich in Katima Mulilo Straßenverkäufer vehement dagegen, ihre Tätigkeit von der Innenstadt in die Außenbezirke zu verlegen, da über die Stadt der Ausnahmezustand verhängt worden und der Verkauf ohnehin zusammengebrochen war.

Während viele Unternehmen in unseren Breiten zum Überleben nötige Finanzhilfen bekamen, erhielten die Straßenverkäufer in der nordnamibischen Stadt eine Tüte Maismehl und vier Dosen Fisch pro Haushalt.

Beteiligte an der Gemeinschaftsaktion

Zurück